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Formel-1-Atmosphäre in der Schulturnhalle

Am Vormittag zehn Zentimeter neuer Pulverschnee, am Nachmittag Tauwetter und Regen – die äußeren Bedingungen für unseren Tag der offenen Tür waren „suboptimal“ – trotzdem kamen zahlreiche Grundschüler aus den Schulen der Stadt und ihrer Umlandgemeinden, um sich über die Angebote unserer gymnasialen Ausbildung zu informieren. Vom Keller bis unter das Dach – in fast jedem Raum des Hauses Westberg konnte man schauen, staunen und vor allem mitmachen.

Fotos: L. Hanzig
Der Renner im wahrsten Sinne des Wortes war der elektrische Rennwagen, den das Racing Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau in der Turnhalle aufgefahren hatte. Mit der Hochschule bestehen seit langem gute partnerschaftliche Beziehungen. Nicht nur die Besucher waren begeistert, auch die Mitglieder des Teams, das sich gern auch in den nächsten Jahren wieder aus diesem Anlass präsentieren will.


Richtige Rennen konnte man sich eine halbe Treppe tiefer liefern mit den selbst entwickelten und gebauten, ferngesteuerten fahrbaren Robotern der beiden Lego-Robotik-Teams. Mit Kreationen ganz anderer Art, nämlich kulinarischen, versorgten die „Küchenchefs“ ein paar Türen weiter hungrige Gäste, z.B. mit Lauch-Schinkenröllchen mit Käse überbacken und auf leckerem Reis. Im Speisesaal gab es öffentliche Proben unserer Tanz- und Theatergruppen.  Bei den Biologen im Erdgeschoss konnte man die Welt mit den Sinnen der Tiere erleben, beispielsweise die eingeschränkte Farbtüchtigkeit von Hunden und Katzen.
In der 1. Etage präsentierten sich die schulischen Interessenvertretungen Schüler- und Elternrat sowie Förderverein erstmals gemeinsam in einem Zimmer. Die Physiker boten einfach geniale Versuche mit Alltagsgegenständen wie Weingläsern, Lautsprechern, Staubsaugern oder Stimmgabeln an. Und man konnte sich testen beim Schätzen von Zeit (10 s), Menge (100 g) und Entfernung (3 m). Dieser „physikalische Dreikampf“ endete mit dem Sieg unserer ehemaligen Schülerin Sabine Gerzen (Abitur 2018, jetzt Studentin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg). Den 2. Platz belegte ihre Schwester Ines (Klasse 10s), den 3. Platz Fabian Neugart (4. Klasse der Evangelischen Grundschule Meerane).
Fotos: M. Gafron
In der 2. Etage konnte man noch einmal den „Blutmond“ – die Mondfinsternis vom vergangenen Montag – erleben, möglich machten das exklusive Fotos der Sternwarte neben unserem Haus Lindenstraße. Einige unserer neuen "MAKER" aus dem JMG-Makerspace Haus Lindenstraße und Schüler des GTA "Mobile Robotik & 3D-Druck" bauten live zwei mobile Roboter und eine Arcade-Spielkonsole mit einem Raspberry Pi zusammen. Der humanoide Roboter Robonova bewegte sich nach dem Willen der jungen Besucher, ein mit Servomotoren ausbalancierter Tisch mit einem SenseHAT-Erweiterungsmodul auf dem  Raspberry Pi wurde vom Erfinder Robert Schneider mit umfangreichen Informationen präsentiert und Pascal Schulze hatte mit einem eigenen Star Wars-Logo und mehreren Mini-Roboterfiguren fast ohne Unterbrechung den 3D-Drucker Ultimaker 2+ genutzt, um kleine Kunstwerke mit pinkfarbenen Filament zu drucken.
Ganz oben unter dem Dach führten die Chemiker stolz ihre neuesten Errungenschaften vor: Unser Schulträger, die Stadtverwaltung, hatte für 7000 Euro zehn Messwerterfassungssysteme angeschafft, mit denen Tablet unterstützt Temperaturverläufe, Veränderungen von pH-Werten oder die Veränderung der Leitfähigkeit von Lösungen grafisch dargestellt und aufgezeichnet werden können. Im Schülerradio, das laufend über aktuelle Angebote des Tages informierte, ließen sich die Redakteure zwischendurch über die Schulter schauen, und bei den Künstlern gab es das traditionelle Mitmachangebot „Inszenierte Fotografie“, bei dem es diesmal um die französischen „Gelbwesten“ ging.
Anders als in den vergangenen Jahren fanden die Informationsveranstaltungen zur allgemeinen und zur vertieften mathematisch-naturwissenschaftlichen gymnasialen Ausbildung für die Eltern diesmal ebenfalls im Haus Westberg statt.
L. Hanzig

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