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Akte X – die unheimlichen Fälle des JMG

(alle hier gezeigten Personen haben nach DSGVO der Veröffentlichung auf der Schulhomepage zugestimmt)

Unser Tag der Naturwissenschaften bringt wieder Überraschendes zutage!

Am 10. November fand bei Sonnenschein, Temperaturen an die 15 Grad und wolkenlosem Himmel unser 13. Tag der Naturwissenschaften statt, mit dem das Gymnasium wieder für seine mathematisch-naturwissenschaftliche Spezialklasse wirbt. Viertklässler aus zahlreichen Grundschulen der näheren und weiteren Umgebung – u.a. auch aus Fraureuth, Thonhausen, Schmölln, Meerane oder Zwickau – ließen sich mit ihren Eltern von zahlreichen Angeboten überraschen, die Schüler und Lehrer in den Fachräumen präsentierten.

Bei den Biologen konnte man die Welt mal ganz anders entdecken – mit den Sinnen der Tiere. Hier erfuhr der Wissbegierige, dass die sprichwörtliche „Naschkatze“ eine reine Erfindung ist, denn Katzen können gar nichts Süßes schmecken. Ein Hörtest verriet jedem, der es wollte, ob er sich mit dem Gehör einer Fledermaus messen kann. Und mit verschiedenfarbigen Brillen konnte man die Welt mit den Augen einer Katze, eines Hundes oder eine Biene betrachten und musste feststellen, dass die genannten Tiere weit schlechter sehen können als Menschen. Sie bekommen die notwendigen Informationen vor allem über ihren Geruchssinn. Gerade bei Bienen ist das für uns kaum vorstellbar – ausgerechnet die Tiere, die zielsicher all die bunten Blumen in Wiese, Feld und Garten ansteuern, sehen überhaupt nicht bunt! Die Chemiker wiederum „zauberten“ beinahe im wahrsten Sinne des Wortes! Verbogene Büroklammern erhielten auf geheimnisvolle Weise ihre ursprüngliche Form zurück und ein Metall nahm unter dem Einfluss eines starken Magneten jede noch so außergewöhnliche Form an. Natürlich passierte hier nichts Unerklärliches und schon gar nichts Unheimliches, denn die Büroklammern waren aus Nitinol, eine Nickel-Titan-Legierung, auch „Metall mit Gedächtnis“ genannt, das unter Hitzeeinwirkung in seine ursprüngliche Form zurückkehrt, und das formbare Metall war flüssiges Ferrofluid.
„Außerirdisch“ ging es beinahe auch im Informatikraum zu. Da hatten die LEGO-Robotik-Gruppen ihre „Apparate“ aufgeschlagen und präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit für den diesjährigen LEGO-Wettbewerb, der unter dem Titel „Into orbit“ steht. Dabei geht es allerdings nicht um Ufos, sondern um Mondlandschaften, die von Roboterfahrzeugen überwunden werden müssen. Und sogar „unterirdisch“ konnte man staunen, denn zum ersten Mal seit der Inbetriebnahme am 1. November konnten „gewöhnliche Erdlinge“ die „exorbitanten“ Angebote des ersten MakerSpace an einer sächsischen Schule in Augenschein nehmen – in einem extra dafür hergerichteten Raum im Keller. „MakerSpace“ ist ein kreativer Bastelraum, wo herkömmliches Handwerk (wie Löten und Bohren) von Schülern Hand in Hand mit neuester Technik (wie Lasercutter oder 3-D-Drucker) angewendet wird.
Natürlich waren die kleinen Gäste nicht nur im Keller, sondern überall auch als Macher gefragt. Zweimal gab es dafür sogar Preise: Beim traditionellen Knobelwettbewerb belegten Laura Schilling (Grundschule Thonhausen) und Lenny Schlegel (Grundschule Frankenhausen) gemeinsam den 1. Platz vor Marius Müller (LSZ Neukirchen) und Michelle Loeper (Grundschule Frankenhausen), den Physikalischen Dreikampf (100 Gramm weiße Bohnen, 10 Zentimeter und 10 Sekunden schätzen) gewann Fabian Neugart (St. Martin Meerane) vor Maxi Pommerenke (Grundschule Blankenhain) und Marius Neugart (KiGa Bussi Bär).
Vom dem eingangs erwähnten tollen Wetter (im Vorjahr war es bitterkalt) profitierte übrigens vor allem die benachbarte Sternwarte, die ihre Teleskope für die Himmelsgucker unter den Schülern ausgefahren hatte. 

 L. Hanzig

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