Weihnachtsshow begeistert Besucher

Chor
Das war kein einfaches Weihnachtskonzert, das die Schüler unserer Schule am Abend des 7. Dezember auf die „Bühne“ der Johanniskirche brachten, das war eine „Weihnachtsshow“! Und das im besten Sinne des englischen Wortes, denn auch den letzten Nörgler („Immer nur englische Texte!“) werden die Leistungen der Sänger, Musiker, Tänzer und Schauspieler überzeugt haben. Das zeigte der viele Beifall, mit dem das Publikum seiner uneingeschränkten Begeisterung Ausdruck verlieh. Denn die zahlreichen englischen Titel waren fast ausnahmslos Klassiker des Weihnachtsrock und -pop, die die Zuschauer sogar zum Mitsingen und Mitklatschen animierten.
Theatergruppe

Selbst die Abfolge der Stücke schien einer ausgeklügelten Dramaturgie zu folgen. Das Konzert wurde wie immer von den gewaltigen Klängen der Orgel eröffnet (Florian Karl und Musiklehrerin Frau Mysak), begann aber ruhig und beschaulich mit dem Kinderchor und Instrumentalsolisten, die christliche Weihnachtslieder interpretierten („Sind die Lichter angezündet“, „Es ist ein Ros entsprungen“ von einer Streichergruppe oder Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“/Gesang, Flöte und Klavier). Mit fortschreitender Zeit änderte sich das aber, denn mit dem zunehmenden Alter der Schüler kam immer mehr Schwung in die Darbietungen. Dem Konzept folgte auch die Schauspieltruppe, die eine eigene Version von Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte präsentierte. In kleinen „Häppchen“ zwischen die Musikbeiträge gestreut steigerten sich Ausdruck und Aussage von Darstellern und Stück, so dass die Zuschauer jedes Mal gebannt auf den nächsten Auftritt warteten. Und obwohl der Ausgang der Geschichte allen bekannt war, folgte doch am Ende die Erleichterung, greifbar im herzlichen Beifall. In dieser heiteren und fröhlichen Stimmung sangen dann Publikum und alle Mitwirkenden ausgelassen gemeinsam zum Schluss „Macht hoch die Tür“, das Lied, das Titel gebend über dem Konzert stand, wieder begleitet durch die Orgel (Fabian Gribbe).

Instrumental
Es fällt wie immer schwer, aus der Vielzahl hochkarätiger Beiträge den einen oder anderen hervorzuheben. Stimmlich überzeugten vor allem Marie-Louise Köhler und Tom Gibbert mit ihrem Gesang. Musikalisch war es natürlich die Band aus Schülern der Oberstufe, die den meisten Beifall einheimste. Aber besonders hervorzuheben ist in diesem Jahr der hohe Anteil an Beiträgen, die Schüler in „Eigenleistung“ auf die Beine stellten. Dazu gehört der Auftritt der Tanzgruppe mit Emely Thier, Melanie Fliegner, Vivien Markert und Natalia Bernhard, die mit klassischen und modernen Tanzelementen brillierten. Dazu gehört das von der Band vorgetragene Weihnachts-Medley, das Florian und Markus Karl arrangiert hatten. Besonders erwähnenswert auch das von Tom Gibbert selbst geschriebene und von ihm und unserem ehemaligen Schüler Alexander Ernst vorgetragene Lied „Christmas Again“ (eine „Weltpremiere“ übrigens!). Und nicht zu vergessen das Stück der Theatergruppe, das Maria Leithold geschrieben hat. Sie war auch der heimliche Star des Abends, denn außer durch ihre literarischen Fähigkeiten glänzte sie noch als Schauspielerin (sie spielte Lola, einen der beiden unersättlichen und motzenden Teenager, die durch zwei Wichtel – Toni-Elias Werner und Tim Davideit – zur Vernunft gebracht werden), sang im Chor mit und begleitet einige Gesangsbeiträge auf dem Klavier.
Als Dankeschön gab es für alle Teilnehmer einen von der Bäckerei Helbig gebackenen und gesponserten kleinen „Geist der Weihnacht“ und anerkennende Worte von Crimmitschaus neuem OB Andre Raphael, der auch im Namen des Stadtrates sprach und selbst noch zum Darsteller wurde, als er das Gedicht „Die vier Lichter“ zum Besten gab, das er „extra für den Weihnachtsmann“ gelernt habe, auf den er sich schon freue – wie alle Mitwirkenden und Gäste dieses unvergesslichen Abends.

L. Hanzig

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