ODER... Wir sind die Industrie der Zukunft!

Am Mittwoch, den 07. März 2018, wurden 12 Schüler der elften Klasse unseres Gymnasiums nach Dresden eingeladen, wo die 2. StrategieKonferenz zum Thema „Industrie der Zukunft“ stattfand. Mit rund 30 Berufsschülern und Auszubildenden aus Sachsen nahmen wir am Workshop „Wir sind die Industrie der Zukunft“ teil. Dazu konnten wir gemeinsam in Gruppen entweder im Bereich Neue Ökologie, Neue Technologien oder Neue Arbeitswelt die zahlreichen Chancen, jedoch auch Risiken der zukünftigen Industrie genauer beleuchten, indem wir uns mit bestimmten Problemstellungen der jeweiligen Bereiche auseinandersetzten, Thesen erarbeiteten sowie (wenn auch teils an Science-Fiction grenzende) Projekte entwarfen, die Teil der Zukunft sein könnten, aber dazu später mehr.

2. Strategiekonferenz
Nach unserer Busfahrt durchs Schneegetümmel, die bereits um 7 startete, bestand dank dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für alle die Möglichkeit zur Verpflegung. Im Anschluss fanden eine kurze Einführung zum Thema Industrie der Zukunft sowie die Vorstellung der durchaus motivierten Mitarbeiter statt.

Diskussionsrunde 2. Strategiekonferenz  - Präsentation 1
 Den Rest des Vormittags nutzen wir für die Erarbeitung der drei Themen, die am Abend auf der Strategiekonferenz vorgestellt und diskutiert werden sollten. Auf riesigen Papierleinwänden wurden zunächst Gedanken zu beispielsweise Vernetzung, Recycling, demografischem Wandel, Nachhaltigkeit und und und… gesammelt. Aufbauend darauf formulierten wir die Ergebnisse zum einen als Thesen, die später direkt an den Sächsischen Wirtschaftsminister überreicht werden sollten, sowie in Form sogenannter Pitches, also kleiner Filme, in denen wir unsere Produktideen bewarben. Und schließlich, nach über zwei Stunden Tüfteln, Entwickeln, Diskutieren und manchmal auch Fantasieren  konnten sich diese drei Visionen wirklich sehen lassen. Mit „Mind-View“ entwarf (natürlich nur theoretisch) die Technologie-Gruppe eine VR-Brille, die Hirnströme liest und somit erlaubt, z.B. Maschinen durch globale Vernetzung auch von zu Hause aus zu steuern – die Folge: geringere Umweltbelastung durch Wegfallen sämtlicher Dienstreisen und mehr Zeit für Familie. Die Ökologie-Gruppe präsentierte mit „Mobilight“ eine Möglichkeit des Transports großer Industrieanlagen, ohne dass dabei Tonnen von Verpackungsmüll anfallen. Dazu sollten diese Anlagen demnächst in elektromagnetischen LKW’s transportiert werden, sodass die Waren im Inneren durch magnetische Abstoßung schweben, wodurch sämtliche Stöße ausgeschlossen sind und Verpackungen überflüssig wären.

2. Strategiekonferenz  - Präsentation (2)
Für einen Wandel im Bildungssystem (und damit die wohl einzige, schon in naher Zukunft überhaupt umsetzbare Perspektive -:) setzte sich die Gruppe der Arbeit ein. Der vermittelte Schulstoff sollte realitätsnäher sein und somit Schüler auf das Arbeitsleben besser vorbereiten. Außerdem sollten Schüler früher die Möglichkeit haben, ihren Stundenplan zu „personalisieren“, um Talente und Interessen frühzeitig zu fördern – denn: motiviertere Schüler werden zu motivierteren Arbeitskräften.
Vor insgesamt circa 150 Zuschauern präsentierten wir später auf der Bühne unsere Visionen und Pitches, die teilweise auch sehr unterhaltsam waren, und diskutierten diese mit Barbara Meyer, krankheitsbedingt stellvertretend für den sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig. Das Publikum zeigte sich begeistert und war überrascht - nicht zu unrecht. Denn die Ergebnisse unserer zweistündigen Arbeit konnten sich im Vergleich zu denen der Strategiewerkstatt, welche 2 Jahre an einer Industriestrategie für Sachsen arbeitete, durchaus behaupten. Vor allem bei der Vorstellung der zuletzt genannten vermissten wir trotz langer und ausschweifender Darbietung konkrete Aussagen und Anhaltspunkte, an denen man in Zukunft ansetzen könnte. Aber so ist das eben mit der Politik ;-).
Insgesamt gab die Teilnahme an der diesjährigen StrategieKonferenz uns Schülern zumindest eine kleine Möglichkeit, die Zukunft der Industrie in Sachsen und damit unsere Zukunft  in Ansätzen fiktiv mitzugestalten. Inwieweit sich unsere Ideen und Vorschläge irgendwann verwirklichen, wird sich zeigen. Vor allem im Bereich Bildung und Schule wäre ein Wandel in nicht allzu ferner Zukunft schon realisierbar. Wir werden sehen  … 

Vanessa Reichel

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