Schulhomepage Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau

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J. Motteler - Namensgebung
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J. MottelerWer war Julius Motteler?


Julius Motteler wurde am 18 Juni 1838 in Esslingen am Neckar geboren.
Nach seiner Lehre als Tuchmacher und Kaufmann und nach seinem Wehrdienst kam er nach Crimmitschau als Buchhalter.
1860 trat er dem Liberalen  Nationalverein bei. Er gründete 3 Jahre später den Crimmitschauer Arbeiterbildungsverein. Weitere 4 Jahre später gründete er mit Wilhelm Stolle den Crimmitschauer Republikanischen Volksverein.

Im Jahre 1869 gründete er eine der ersten Fabrikarbeitergewerkschaft Deutschlands, die "Internationale Gewerksgenossenschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Handarbeiter beiderlei Geschlechts" in Crimmitschau und er war ein Begründer der SDAP (heute SPD) in Eisenach.
Im darauf folgenden Jahr gab er mit Wilhelm Stolle die erste sozialdemokratische Zeitung Deutschlands „Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund“ heraus.
1874-1878 war er Reichtagsabgeordneter für den Wahlkreis "Zwickau Crimmitschau".
Im Jahr 1878 zog er nach  Nymphenburg bei München um.
Von 1880-1888 war er der Organisator des illegalen Vertriebs der sozialdemokratischen Parteizeitung „Der Sozialdemokrat“ in Zürich, er erhielt deshalb den Ehrennamen „Der Rote Feldpostmeister“.
Er immigrierte in den folgenden 3 Jahren nach London. 1901 war er der Leiter der Druckerei und des Verlages der „Leipziger Volkszeitung“.
1903-1907 war er Reichtagsabgeordneter bis er schließlich am 27.09.1907 in Leipzig starb.

Namensgebung

Unser Gymnasium trägt den Namen des bedeutendsten Vertreters der Sozialdemokratie neben August Bebel im Deutschland des 19. Jahrhunderts.
Besonders...

  • die Gründung der ersten Textilarbeitergewerkschaft Deutschlands,
  • die Gründung eines Arbeiterbildungsvereines zur Unterstützung der Arbeiter,
  • verbunden mit, einem hohen persönlichem, auch finanziellem Engagement für diese Gesellschaftsschicht,
  • die Mitgründung der SDAP, heutige SPD in Gotha, der risikovolle Einsatz für die SPD während der Sozialistengesetzzeit Bismarcks,
  • seine hervorstechenden Qualitäten: eine ausgezeichnete Redekunst und Begeisterungsfähigkeit,
  • die zweimal zur Wahl zum Reichstagsabgeordnenten führten und
  • seine Opferbereitschaft und Solidarität für die unterdrückte Arbeiter- und Bauernschaft
    sind Gründe für die Namensgebung, die am 5. Juli 1963 erfolgte.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. September 2009 um 14:43 Uhr