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Kunst & Kultur Theater
Theater
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Im neuen Musiktheaterstück des Gymnasiums wuchsen die Schüler über sich hinaus
Die Premiere von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ war ganz großes Theater

Die Handlung ist schnell erzählt – eigentlich ist es die Erwachsenenversion des Grimms-Märchens vom König Drosselbart: ein eingebildetes und unnahbares Weibsstück wird durch einen intelligent-durchtriebenen Mann mit ihren eigenen Waffen nicht nur gezähmt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes gezüchtigt und zum Guten bekehrt. Am Ende steht die Erkenntnis der Frau, dass es keinen Sinn hat, sich dem Manne zu widersetzen. In unseren Zeiten politisch also nicht ganz korrekt: die Frau soll dem Manne untertan sein. Aber eigentlich kann man die Handlung auch in den Hintergrund treten lassen, da bei der Vielzahl verschiedener, aber trotzdem immer ähnlich klingender italienischer Namen, deren Träger zu allem Überfluss auch noch Identität, Herkunft und Klamotten wechseln, der Durchblick vollends verloren geht. Dem Vergnügen tat dies keinen Abbruch, denn die Hauptrolle spielten die Darsteller des Stückes: die Tänzer, Sänger, Musiker und ganz besonders die Schauspieler. Was den Zuschauern im ausverkauften Theater von den Schülern geboten wurde, kann mit Fug und Recht als Großes Theater bezeichnet werden. Die Aufzählung der Superlative sprengt den Rahmen des Textes, aber dennoch versuchen wir es. Wo beginnen? Am besten beim Äußeren.
Theaterauffuehrung 2012
Kostüme: Bis zum letzten Komparsen waren alle Beteiligten einschließlich der Tänzer und Musiker stilecht und üppig kostümiert, am eindrucksvollsten natürlich die Hauptdarsteller. Gleich an zwei Theatern durften wir den Fundus „plündern“: Außer vom Theater Plauen-Zwickau kam ein Großteil der Kleider von der Landesbühne Sachsen-Anhalt der Lutherstadt Eisleben, organisiert von unserem Referendar Daniel Schlosser.
Musik: Das Stück begann gleich mit einem „Paukenschlag“. Band, Chor und Tänzer inszenierten regelrecht die Komposition „Eso rigor e repente“ des portugiesischen Komponisten  Gaspar Fernandes. Wem die Kostüme noch nicht genug waren, der landete spätestens bei dieser Darbietung im 16. Jahrhundert.
Die Band, bewährte langjährige Mitglieder und neue, insgesamt zwölf, spielte sich souverän kreuz und quer durch die Musikgeschichte. Filmmusik „Der weiße Hai“ stand neben Steve Wonders „Isn’t she lovely?“, „All four seasons“ von Sting, Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“ und dem schwedischen Hochzeitslied „Jag Tänker“. Der größte Coup aber war die Titelmusik von „Wetten dass“ als Abspann. Live-Arrangements und Leitung: unser ehemaliger Schüler Kai Schweiger, Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig
Der Chor war die ganze Zeit mit auf der Bühne und Teil der Handlung als „Garten“, „Volk“ oder „Straße“, echote die Schauspieler bzw. kommentierte das Geschehen mit Gesten, Lauten, Murren oder Stöhnen. Und sang natürlich auch. Die größte Herausforderung für die Sänger, die sie meisterten: das schon erwähnte Eso Rigor, das sie Nerven und mehrere Tage harte Probenarbeit kosteten. Leitung und Arrangements: Christoph Scholtz, HMT Leipzig
Tänzer: neben zeitgenössischen Einlagen passend zum Stück bekamen auch die Tänzer ihr „Solo“: vom „Schwarzlicht“ in gleißendes Blau gehüllt rappten sie „Black Swan“. Choreografie: Laura Fischer und Frau Schmidt.
Ehemalige: Dass es den Schülern Spaß macht auf der Theaterbühne zu stehen, beweisen jedes Jahr ehemalige Schüler, die gerne wieder mitspielen. Von den über 60 Mitwirkenden waren es in diesem Jahr acht, von denen sich die beiden Bandmitglieder Iris Schaller und Erik Brehmer sogar extra eine Woche Urlaub genommen hatten, um an der Probenwoche in den Winterferien teilnehmen zu können!
Schauspieler: Was sie in der Komödie leisteten, kam professionellem Theater sehr, sehr nahe! Allein wie Mimik und Gestik eingesetzt wurden, um ausdrucksstark zu agieren, verdient allerhöchstes Lob! Die Schüler „lebten“ die Handlung, schienen mit ihr verwachsen, und das in einem Stück, dessen Textbuch sich eng an den Jahrhunderte alten Originaltext anlehnt und nichts mit der heutigen Jugendsprache zu tun hat.
Organisation: Das alles unter einen Hut zu bekommen und nicht den Überblick zu verlieren ist Frau Schweiger zu verdanken, Deutschlehrerin am Gymnasium, die mit dem Theatertechniker Stefan Opalinski die Gesamtleitung des Projektes hatte. Für ihn gestaltete sich in diesem Jahr aufgrund der personellen Situation am Theater die Aufgabe besonders zeitaufwendig.
Man kann es eigentlich nicht mit Worten beschreiben, wenn ja, dann einfach nur SUPER! Man muss es gesehen haben und die es gesehen haben, können von sich behaupten: Ich war dabei! (LHG)

Manuskript:        Melissa Pieschel, Jonathan Schmidt, Toni Schulze

Regie:                   Uta Dietl, Carmen Raabs

Die Figuren und ihre Darsteller:

Baptina                                                               Christina Fiedler/Nicola Rehwald
Katharina                                                             Melissa Pieschel/Carmen Raabs
Bianca                                                                 Vicky Lampert/Anna Leupol
Vincentio                                                              Julia Kreische/Kristóf Tamás Tomasz
Lucentio, Vincentios Sohn                                         Nico Holfeld
Petruchio,                                                            Toni Schulze/Jonathan Schmidt
Gremio                                                                Klemens Gotter
Hortensio                                                             Christopher Wilde
Reisender aus Mantua                                            Daniel Roeseler
Tranio                                                                 Lisa Franke
Biondello                                                              Ina Birnstock
Grumio                                                                Sarah Graupner                               
Kurt                                                                    Martin Gerischer
Eine Witwe                                                           Alexandra Prager                             
Eine Schneiderin                                                    Annemarie Bär                                 

Eine Hutmacherin                                                  Anna Leupold/Vicky Lampert

Es sangen:

Alexandra Prager                         Anne Cramer*                          Belinda Marquardt

Carmen Raabs                            Deborah Adler*                        Hannah Theuring*

Jennifer Heuschneider*                 Laura Gömbi                            Lisa Sander

Lisa Vizal                                   Lysia Leupold*                          Maike Wilde

Melissa Pieschel                          Miriam Haugner                         Sophie Arlt

Vicky Lampert                            Yen Phuong Ha Thi                   Alexander Fritsche*

Eric Präßler                                 Henning Ferber*                       Jonathan Schmidt

Klemens Gotter                           Lukas Raphael                          Martin Gerischer

Stefan Gutsche*                                                                                *(Sologesang)

Leitung, Arrangements und Stimmbildung: Herr Christoph Scholtz

Es spielen:

  • Tobias Hula (Schlagzeug/Ukulele)                        Iris Schaller (Klavier/Bass/Trommel)
  • Erik Brehmer (Gitarre)                                       Philip Koehler (Bass/Cajon)
  • Antje Schuschies (Geige)                                   Tina Liebernickel (Bratsche)
  • Matthias Schenkel (Gitarre, Triangel)                    Jonas Fritsche (Bariton)
  • Lisa Sporbert/Tina Drechsler (Keyboard)               Hannah Theuring (Flöte)
  • Amina Suarez/Max Reichenbach (Saxophon)

Live-Arrangements und musikalische Leitung: Herr Kai Schweiger

 Es tanzten:

Laura Fischer                      Laura Schlaeger                                 Laura Dicke

Rosa Dicke                         Denise Haustein                                 Julia Schumann

Jessica Trätner                   Anna Maria Meidl                                               Sophie Raphael

Sarah Raphael                   Madeleine Schlagowsky                   Svetlana Kast

 

Choreografie:  Laura Fischer/Frau Ute Schmidt

Leitung:             Frau Ute Schmidt

Bühnenbild, Licht und Ton:          Herr Stefan Opalinski

Maske:                                       Friseursalon Katja Held

Plakat und Programmheft:             Herr Lutz Hanzig

Kartengestaltung:                         Herr Mario Gafron

Bühnenassistenten und Einlass:  Jennifer Wich, Denise Kohl, Nadine Simon, Mandy Müller, Luisa Becker

Gesamtleitung des Projektes:    Frau Petra Schweiger und Herr Stefan Opalinski

Für die Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich

  • beim Förderverein des Julius-Motteler-Gymnasiums,
  • insbesondere bei der stellvertretenden Vorsitzenden Frau Ilse Sommer,
  • bei der Stadtverwaltung Crimmitschau und den Mitarbeitern des Theaters,
  • bei Herrn Christoph Scholtz und Herrn Kai Schweiger, Hochschule für Musik und Theater
  • „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig,
  • bei den Mitarbeitern des Piusheims der katholischen St. Franziskus Gemeinde Crimmitschau,
  • bei Frau Birgit Henck, SBA Zwickau, und Herrn Mario Gafron, GTA Koordinator,
  • bei Frau Karolin Tittel und den Mitgliedern des Ganztagesangebotes „Kreatives Gestalten“,
  • bei Frau Sabine Semmler, Frau Andrea Koehler-Thees und Herrn Daniel Schlosser,
  • bei Herrn Andreas Bacher und der Young People Big Band Crimmitschau,
  • beim Kostümverleih des Theaters Plauen-Zwickau und der Landesbühne Sachsen-Anhalt der Lutherstadt Eisleben
  • sowie bei der Bar Murphey’s Crimmitschau

Unser besonderer Dank gilt

Herrn Stefan Opalinski vom Theater Crimmitschau für seinen entscheidenden Beitrag

zum Gelingen des Projektes und Herrn Robert Nitzel für seine Unterstützung, sowie unseren Sponsoren, ohne deren Beitrag die Finanzierung des Projektes nicht möglich wäre:

  • Friseursalon Katja Held, Crimmitschau             
  • Klavierbaumeister Klaus Bayer, Crimmitschau
  • Herr Marc Schneider, Dortmund                    
  • Deutsche Bank Investment & FinanzCenter Crimmitschau
  • Sparkasse Zwickau                                               
  • Volksbank Chemnitz
  • VSW Verbundwerke Südwestsachsen
  • Erdis Blumenlädchen, Neukirchen
  • Bäckerei Matthias Rackwitz, Crimmitschau
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. März 2012 um 12:51 Uhr
 
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Ankündung der Schüler-Theateraufführung 2012 unter Mitwirkung
der Theater-, Tanz- und Musikgruppen des Julius-Motteler-Gymnasiums.

Sie sind herzlich eingeladen unsere Vorstellungen am 15. und 16. März 2012 zu besuchen.

Aktuell:

Fotos der Premiere vom 15.03.2012

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. März 2012 um 07:35 Uhr
 
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„I want to ride my bicycle…“ – am 10.06.2011 nur musikalisch!!!

Das sogenannte „Jukebox-Musical“ „We Will Rock You“ von Ben Elton und Queen wurde im Jahr 2002 in London uraufgeführt und seit 2004 steht es in deutschen Großstädten auf dem Spielplan.
Am 10.06.2011 ging es auch für die Mitwirkenden unserer Aufführungen im März und einige unserer amerikanischen Gastschüler mit zwei Bussen, summa summarum waren wir 75, nach Berlin ins „Theater des Westens“.

Nachdem jeder seinen Platz gefunden hatte, die Musik zur Einstimmung langsam verhallte und sich der Vorhang öffnete, blickten die zahlreichen Augenpaare neugierig und gespannt in Richtung Leinwand. Ja – Leinwand!

Zu Beginn der Vorstellung wurde die Geschichte der Rockmusik beschrieben: „[…]1970 – Queen erobert die Welt […] 2010 – Deutschland gewinnt den Eurovision Song Contest“, die Reihe von Daten endete mit dem Verbot aller Musikinstrumente und nicht-computergesteuerter Musik.
Die Handlung spielt in nicht allzu ferner Zukunft auf dem Planeten Ebay. Herrscher dieser diktatorischen Welt ist die Firma Globalsoft  mit der  Killer Queen an der Spitze. Jegliche Musik wird von der Regierung programmiert – eigene Musik zu machen, ist strikt untersagt. Einzig und allein die monotone und elektrisierende „Gaga-Musik“ darf gehört werden. Langsam aber sicher setzt sich jedoch ein Teil der Gesellschaft ab. Die Bohemians, bestehend aus liebenswürdig-skurilen Personen, die sich als „Britney Spears“ oder „Dieter Bohlen“ vorstellen, um nur zwei zu nennen, und welche seit geraumer Zeit in ihrer geheimen Hippie-Festung hausen, rebellieren gegen das starke Regime. Als sie sich dann auch noch mit dem „Dreamer“ Galileo und seiner Begleiterin Scaramouch(i)e zusammenschließen, erscheint der Traum, die angeblich noch existierenden Instrumente auf dem Planeten Ebay zu finden, immer realistischer. Im Kampf für freie Meinungen, Gedanken, Mode und Musik etabliert sich eine starke Truppe, die gemeinsam mit Hilfe der Rockmusik ihren größten Wunsch verwirklichen kann.
Im Laufe der Vorstellung gab es einige „Ahhh – wie heißt das Lied noch gleich? Ich kenn das, aber ich komm nicht drauf“-Momente. Im Endeffekt wusste man jedoch eines sicher – die Songs waren ausnahmslos von Queen. „Radio Gaga“, „I want to break free“, „I want it all“, „Under Pressure“…, schlussendlich natürlich auch „We will rock you“, „We are the Champions“ und als Zugabe und gleichzeitiger Abschluss die berühmte „Bohemian Rhapsody“ – es fehlte nichts.
Die fantastische Story, welche von den leidenschaftlichen Musicaldarstellern dem Publikum nahegebracht, von den Musikern einer tollen Liveband mitreißend gespielt und mit faszinierenden Lichteffekten untermalt wird, weist von Anfang an eine einzigartige Vielfalt von spektakulären Auftritten auf. Das Temperament der Mitwirkenden ließ den Abend unvergesslich werden und das Musical insgesamt konnte beim Publikum, uns „Weitgereiste“ eingeschlossen, nichts anderes als einen Volltreffer landen.



Mit erschöpften, aber dennoch glücklichen Gesichtern kam der „Inhalt“ unserer beiden Busse wieder heil in Crimmitschau an.
Und unser Fazit??? Jeder Zeit wieder!!!


 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Juni 2011 um 16:14 Uhr
 
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Bunbury oder The Importance Of Being Earnest
- frei nach Oscar Wilde -

hieß das diesjährige Stück, das am 17. und 19. März jeweils 19 Uhr im Theater Crimmitschau aufgeführt wurde. Eine wirklich sensationelle Aufführung unserer Schüler war das!

 

Allen Mitwirkenden gehört an dieser Stelle nochmals ein großes DANKESCHÖN! 

Mehr unter Kunst und Kultur - Menüpunkt Theater


Nun sind zahlreiche neue Fotos
von K. Golde im PICASA-Webalbum aus der Premiere zu den Fotos der Sonnabend-Vorstellung  hinzugefügt. Alle Darsteller können sich auf diese Bilder freuen! 

M. Gafron


Für die Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich
•    beim Förderverein des Julius-Motteler-Gymnasiums,
insbesondere beim Vorsitzenden Herrn Dr. Martin Seidel,
•    bei der Stadtverwaltung Crimmitschau und den Mitarbeitern des Theaters,
•    bei Herrn Elias Zill und Herrn Kai Schweiger, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig,
•    bei den Mitarbeitern des Piusheims der katholischen St. Franziskus Gemeinde Crimmitschau,
•    bei Herrn Mario Gafron, GTA Koordinator,
•    bei den Familien Michael Hula und Christian Zill,
•    bei Frau Karolin Tittel und den Mitgliedern des Ganztagesangebots „Kreatives Gestalten“,
•    bei Frau Sabine Semmler und Frau Andrea Koehler-Thees,
•    bei den Mitgliedern der Mülsener Wanderbühne des Heimatverein Mülsen e.V.,
•    bei den Mitarbeitern der HMP Profi GmbH,
•    bei Herrn Andreas Bacher und der Young People Big Band Crimmitschau
•    sowie beim Maßatelier Anke Szilagyi.
 
Unser besonderer Dank gilt
Herrn Stefan Opalinski für sein unermüdliches Wirken für das Gelingen
unseres Projektes und Herrn Oliver Braun, beide vom Theater Crimmitschau
sowie allen Sponsoren, die einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung und Finanzierung unseres Projektes geleistet haben:
•    Friseursalon Katja Held    
•    Piusheim der katholischen St. Franziskus Gemeinde Crimmitschau
•    Klavierbaumeister Klaus Bayer                    
•    Haushaltgeräteservice Lutz Baumgärtel
•    Deutsche Bank Investment & FinanzCenter Crimmitschau
•    Fleischerei Rohn, Inhaber Andre Remmler e.K., Thonhausen
•    Straßenbau Robby Winkler
•    Steuerberater Herr Marcus Peter, Werdau
•    Erdis Blumenlädchen
•    Bäckerei Matthias Rackwitz
•    Kälte- und Klimatechnik Michael Hula, Neukirchen
•    Hotel Sachsenland , Herr Peter Langhans
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. April 2011 um 20:04 Uhr
 
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Roulette im (N)Irgendwo

Mit einer „After-Show-Party“ feierten die Akteure des diesjährigen Theaterspektakels des Gymnasiums nach der dritten Vorstellung ihren großen Erfolg. Vor zahlreichen begeisterten Zuschauern hatten die Schüler „Roulette im (N)Irgendwo“, eine eigene Bearbeitung des Dürrenmatt-Stückes „Der Besuch der alten Dame“, präsentiert. Dabei wurde wie in den vergangenen Jahren ein Großteil der Arbeit von den Schülern selbst übernommen – und das neben der eigentlichen Unterrichtsarbeit. Besonders den Schülern der Jahrgangsstufe 12 nötigt das erheblichen Respekt ab, bereiteten sie sich ja parallel zu den Aufführungen auf ihr Abitur vor. Mit tatkräftiger Unterstützung ehemaliger Schüler (Uta Dietl, Abitur 2009, schrieb das Textbuch und führte Regie, Elias Zill, Abitur 1998, und Kai Schweiger, Abitur 2003, hatten die musikalische Leitung) gelang es den Darstellern, die hochbrisante Thematik des Stückes überzeugend zu vermitteln. Claire, vor Jahren mittellos aus ihrer Heimatstadt vertrieben, kehrt als Milliardärin zurück, um sich an denen zu rächen, die sie einst in schwieriger Lage im Stich ließen, allen voran Ill, ihrem damaligen Geliebten. Der hatte sie mit seinem Kind sitzenlassen und mit Lügen auch noch die Vaterschaft abgestritten. Sophie Arlt (Zweitbesetzung Melissa Pieschel) und Martin Gerischer (Zweitbesetzung Lisa Wenzel), die Hauptpersonen, ragen mit ihren Figuren aus der Gilde der durchweg gut und sicher agierenden Schauspieler noch heraus und treiben die Handlung voran. Sophie spielt mit Lässigkeit die skrupellose Brutalität der vom Opfer zum Rächer gewandelten Claire, während Martin den Wandel vom Täter und Politaufsteiger zum von allen fallen gelassenen, gebrochenen Opfer glaubhaft darzustellen versteht. Und auch die Bewohner der Kleinstadt passen sich sehr schnell der neuen Situation an: Noch während alle nach außen das „unmoralische Angebot“ der alten Dame, ihren treulosen Liebhaber gegen eine Milliarde umzubringen, empört ablehnen, geben sie das versprochene Geld schon mit vollen Händen aus.
Die Handlung wird – anders als beim Original – durch zahlreiche Musiktitel unterstützt. Die von der schuleigenen Band live gespielten und vom Chor und acht Solisten (unter ihnen auch die beiden Hauptdarsteller) gesungenen Titel wie „Money, Money, Money“ und „Wenn ich einmal reich wär“ weisen immer wieder auf den Hintergrund des Stückes hin. Das von Sophie Arlt und Hannah Theuring bravourös gesungene Schlussduett „Goodbye My Almost Lover“ ist sowohl der gesangliche wie auch schauspielerische Höhepunkt des Abends. Glanzlichter sind auch die drei Soli von Henning Ferber sowie der Totengesang „Komm süßer Tod“ von Bach. Szenenapplaus – gab es für die Gesangsdarbietungen, aber vor allem auch für die Tanzgruppe und die Cheerleader der SG Traktor Neukirchen – und Schlussbeifall zeigten überzeugend an, dass sich Aufwand und Mühe gelohnt haben und waren gleichzeitig der schönste Lohn für alle Beteiligten. Da aber auch Schauspieler, Musiker, Sänger und Tänzer nicht vom Beifall alleine leben können, möchten sich Schüler und Lehrer recht herzlich bedanken für die Unterstützung...

  • beim Förderverein des Julius-Motteler-Gymnasiums,
  • bei den Mitarbeitern des Theaters, insbesondere bei Herrn Stefan Opalinski,
  • bei Herrn Elias Zill und Herrn Kai Schweiger, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig,
  • bei den Mitarbeitern des Piusheims der katholischen St. Franziskus-Gemeinde Crimmitschau,
  • bei Familie Michael Hula, bei Frau Andrea Köhler-Thees und Frau Sabine Semmler sowie
  • bei Herrn Oberbürgermeister Holm Günther für seinen Einsatz um die Genehmigung unserer Vorstellungen,
  • bei Herrn Moritz Staemler vom Verlag Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG und bei den Originalrechtinhabern der Werke Dürrenmatts für ihre Kulanz;
  • außerdem bei unseren Sponsoren:
    • Friseursalon Katja Held
    • Klavierbaumeister Klaus Bayer
    • Fleischerei Woldemar Wünsche
    • Walther-Technik
    • Kälte- und Klimatechnik Michael Hula  
    • Erdis Blumenlädchen
    • Bäckerei Matthias Rackwitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Februar 2011 um 21:20 Uhr
 
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