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Kunst & Kultur Weihnachtskonzerte Bericht vom Weihnachtskonzert 2011
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Das diesjährige Weihnachtskonzert des Gymnasiums Crimmitschau übertraf – fast muss man sagen: wie immer – alle Erwartungen. Schwer etwas hervorzuheben, aber wenn es eins gibt, das vorangestellt werden muss, dann ist es die Tatsache, dass sich ein bunter Mix an künstlerischen Angeboten gegenüber dem reinen Weihnachtsprogramm durchgesetzt hat. Nach den eher traditionellen Konzerten der letzten Jahre hatten sich Schüler und Lehrer diesmal wieder für eine eher unkonventionelle Form des Konzertes entschieden – ganz im Sinne der jugendlichen Mitwirkenden und Zuhörer. Und so standen im Programm so gegensätzliche Stücke wie die Weihnachtsklassiker „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ – gesungen vom Chor des Grundkurses Musik 12 – und Schillers „Bürgschaft“, von der Theatergruppe mit Daniel Röseler und Annemarie Bär als Rap vorgetragen. Das kam an, wie der Beifall des Publikums in der voll besetzten Johanniskirche bewies. Gut ins Konzept passte deshalb auch die Idee der Verantwortlichen, Siegern und Platzierten des Talentewettbewerbs zu Beginn der Veranstaltung ein Podium zu bieten – quasi als Lohn für ihre Leistungen. Und so eröffnete Markus Karl mit der Trompete und der „Passacaille“ von Händel das Konzert von der Orgelempore. Beeindruckend und schon ungewöhnlich an sich war auch der Auftritt von vier Jungen (Felix Schneider, Wenzel Neumann, Markus Lux und Tom Gibbert) als Gitarrenquartett mit „Swing Meets Baroque“.



Für die Vielfalt spricht auch das große Angebot nicht deutschsprachiger, aber trotzdem gut bekannter Weihnachtslieder. Der Chor der Klasse 5 b sang „Corramos, Corramos“ aus Venezuela und der Mädchenchor präsentierte das russische Volkslied „Bajuschkibaju“ und das amerikanische „Christmas Time“. Höhepunkt dabei war allerdings der Auftritt unserer neuen Fremdsprachenassistentin Anna Chudakova aus Russland. Sie war wohl von allen Teilnehmen am meisten aufgeregt, als sie „Winter“ aus dem Film „Aschenbrödel“ sang und damit das Publikum begeisterte.


Das gleiche traf auch auf die „Tanzmäuse“ zu, die flott und unbekümmert mit ihren Weihnachtsmannmützen ein rockiges Weihnachtsmedley tanzten.

Für Stimmung sorgte auch in diesem Jahr die Theatergruppe. Und zwar gleich mit drei Stücken, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, was einiges über die Qualität der jungen Truppe aussagt. Neben dem schon erwähnten Rap spielten sie eine nicht ganz ernst zu nehmende Version des Märchens Aschenputtel und den Loriot-Klassiker „Weihnachten bei Hoppenstedts“, bei dem Klemens Gotter wie schon im Vorjahr verzweifelte, nur diesmal gespielt wegen der vier Krawatten als Geschenk und dem militanten Großvater, der unbedingt seine Marschmusikplatte anhören will. Und das Stück hatte trotz seines Alters einen ganz aktuellen Bezug: Papas Geschenk für das aufgeweckte Kind war ein Spielzeugatomkraftwerk zum Selbstbauen, das am Ende mit einem gewaltigen „Puff“ in die Luft fliegt. Positiv anzumerken ist hier die Idee der Organisatoren, während des Umbaus der „Bühne“ rockige Weihnachtsmusik zur Überbrückung einzuspielen, was das Publikum dankbar annahm und sogar rhythmisch mitklatschte.



Neben zahlreichen Instrumentalstücken glänzten vor allem die Abiturienten mit einer Reihe von balladenhaften Popmusiktiteln. Eine starke gesangliche Leistung lieferten Lysia Leupold und Tim Kretzschmann mit dem Duett „Tanz mit mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ ab.

Abschluss und Höhepunkt des fast zweistündigen Programms bildete „Rolling In The Deep“ von Adele, das Susanne Baar mit weiteren Mädchen aus der 12 mit viel Engagement, einer kleinen Band und lautstarker Unterstützung durch das Publikum interpretierte.

Auf sie wird die Schule ab dem nächsten Jahr verzichten müssen ebenso wie auf die altbewährten Moderatoren Tim Held und Melissa Pieschel, die sich in diesem Jahr weihnachtliche Rekorde für ihre Ansagen ausgesucht hatten. Und die auch schon für ihre Nachfolge sorgten. Dazu verpflichteten sie kurzerhand den „ertappten Lebkuchendieb“ Tom Saborowski, dem das als Wiedergutmachung aufgesagte Gedicht praktisch als „Aufnahmeprüfung“ in die Gilde der Conferenciers ausgelegt wurde.

L. Hanzig


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 00:50 Uhr