FERIENGRUSS der Schulleitung


Diese und noch viele weitere Fragen wurden in der Gruppe von Frau Platte beantwortet. Unsere Schüler wurden dabei in vielen Experimenten mit den physikalischen Größen der Kreisbewegung und Rotation vertraut gemacht.  Drehmoment, Trägheitsmoment oder Rotationsenergie sind nicht mehr Gegenstand des Lehrplans, so dass sich im Spezialistenlager Physik die Gelegenheit bietet, einen kleinen Einblick in diese wichtigen Themen zu gewinnen.
Ebenso wichtig für zukünftige Ingenieure im Bereich der Elektrotechnik sind Fertigkeiten beim Löten. Diese konnte man in der Gruppe von Frau Richter, der Kollegin vom Humboldt-Gymnasium Werdau, in den zwei Tagen erwerben. So zeigten unsere Mädchen aus der Klasse 8s mit dem Löten eines Wechselblinkers, dass die unausgewogene Geschlechterverteilung von insgesamt 5 weiblichen gegenüber 25 männlichen angemeldeten Teilnehmern (2 waren dann leider erkrankt) beim Spezialistenlager Physik zu Unrecht besteht.
Unterstützt wurde unser Team auch von Herrn Werner vom Graupner-Gymnasium Kirchberg, welcher schon viel Erfahrung beim Bau von Wasserraketen gesammelt hat und diese z.B. in den Bau einer sicheren Startvorrichtung gesteckt hat. Dieses Projekt wurde von Schülern der Klassenstufe 7 gewählt, welche nicht nur aus Crimmitschau oder Kirchberg, sondern auch vom Diesterweg-Gymnasium Plauen angereist waren. Am Freitag wurden dann die aus PET-Flaschen und alten CD´s gebauten Wasserraketen (mit Fallschirm!) vor allen Teilnehmern des Spezialistenlagers auf dem Sportplatz gestartet.
Im vierten Projekt wurden bei Frau Thomas nach einer Wiederholung optische Phänomene betrachtet. Zur Täuschung unseres Gehirns wurden alle möglichen Varianten von Perspektiven, Kontrasten und Spiegelungen genutzt. Die Projektteilnehmer experimentierten zur Kaustik, bastelten Anamorphosen und lernten, wie viel die Physik auch mit Psychologie, Kunst oder Zauberei zu tun hat.
Schon seit Beginn des Spezialistenlagers Physik wird am Abend ein aktuelles Forschungsgebiet von Mitarbeitern der westsächsischen Hochschule Zwickau vorgestellt. In diesem Jahr konnten wir Prof. Dr. rer. nat. Maik Fröhlich, welcher im Bereich Plasmatechnik forscht, begrüßen. In seinem spannenden Vortrag lernten wir, wie vielfältig bereits die Plasmaforschung in unserem Alltag Anwendung findet.

•    Warum klebt Tesafilm nur auf der einen Seite?
•    Wieso können Wunden nach einer Plasma-Behandlung schneller heilen?
•    Warum braucht man für die Kernfusion auf der Erde so viel höhere Temperaturen als im Sonnenkern?

Bei der Beantwortung Fragen herrschte im Seminarraum wissbegierige Stille. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Prof. Fröhlich bedanken, der seinen Feierabend für uns geopfert hat und am Freitagvormittag unsere Schüler im Labor der FH Zwickau zum Thema Plasma betreut hat. Während der Präsentation am Freitagnachmittag haben die Projektteilnehmer begeistert von ihren Experimenten und dem Besuch im Reinraum berichtet.
Herr Herrmann hatte mit seiner Gruppe das Thema „Plasma“ am Donnerstagnachmittag schon theoretisch und praktisch mit kleinen Experimenten vorbereitet. Am Freitag übernahm dann Herr Eidner die Betreuung in Zwickau und die Vorbereitung der Präsentation.
 
Trotz des vollen Programms gab es hier und da eine kleine Pause, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder die vielen Freizeitmöglichkeiten der Sportschule zu nutzen.
An dieser Stelle gibt es noch einmal ein großes Dankeschön an...
•    alle projektbetreuenden Lehrer, unsere 3 betreuenden 11-er und Prof. Fröhlich für die Ausgestaltung des Spezialistenlagers,
•    die Mitarbeiter der Sportschule Werdau, welche so viel Vertrauen zu uns haben, dass wir mit unseren Experimenten kein Chaos stiften und welche uns vor Ort so gut versorgen,
•    unsere Teilnehmer, welche toll mitgearbeitet haben und sich an alle Regeln gehaltenhaben
•    unsere Sponsoren, die uns finanziell erst die Durchführung ermöglichen:

1.    die DPG und die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, welche mit dem gemeinsamen Förderprogramm „Physik für Schülerinnen und Schüler“ die Übernachtung und Verpflegung absichern
2.    die Unternehmen der Region, welche die Taxifahrten, das Verbrauchsmaterial usw. finanzieren
Gefallen hat es allen, wiederkommen möchten unsere Teilnehmer auch und so hoffen wir, dass das 11. Spezialistenlager ohne Probleme 2023 stattfinden kann…
Uta Thomas

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