Der Zerbrochne Krug
Nach einem Jahr war es endlich wieder so weit: Unsere Aufführungen standen vor uns. Zu sagen, die Probenzeit sei ein Kinderspiel gewesen, wäre eine Untertreibung der Arbeit, die wir ein ganzes Jahr lang in dieses Projekt steckten. Aber all die Arbeit, der Stress und sogar die Ferientage, die wir mit Proben verbracht haben, zahlten sich durch die beiden grandiosen Abende im Theater aus.
Die Arbeit am Projekt
Aber noch einmal auf Anfang. Welche Arbeit wurde seit den letzten Aufführungen im April 2025 verrichtet, damit wir auch dieses Jahr wieder ein Stück auf die Bühne bringen konnten? So wie zu jedem Beginn des neuen Probenjahres begannen wir, uns verschiedenste Stücke anzuschauen, was uns für einige Wochen intensiv beschäftigte. Trotz der schweren Entscheidung war es am Ende klar, dass der Zerbrochne Krug das perfekte Stück für unsere Gruppe bietet – eine Komödie, ein zerstörtes Erbstück, die Ehre einer Familie und die bestehende Frage, wer der mysteriöse Täter war. War es der Verlobte, der Rivale oder doch jemand ganz anderes? Die Spannung in der Gruppe stieg, zu welcher nun neben den alten Hasen auch neue Gesichter und sogar Schauspielanfänger zählten.
Nach der Entscheidung über das Stück noch vor den Sommerferien 2025, konnten wir zwei Monate später mit einem fertigen Theaterskript in das neue Schuljahr starten. So kam es zu dem Teil der Arbeit, der sicherlich neben den Aufführungen am meisten erwartet wurde: Das Vorsprechen für die verschiedenen Rollen. Davor wurden die Rollen erstmals analysiert. Jeder sollte die Rolle finden, mit welcher er oder sie sich am wohlsten fühlt - und das mit großem Erfolg.
Monate vergingen und die Szenenproben wurden von Woche zu Woche besser. Alle strengten sich zu jeder einzelnen Probe enorm an. Und das trotz aller Strapazen. Viele Teilnehmer waren bereits in ihrem letzten Schuljahr – die Arbeit an so einem Projekt neben den anstehenden Prüfungen und sonstigen Schulstress verdient höchsten Respekt! Alle gaben 100% und das zahlte sich in den letzten Proben deutlich aus. Parallel arbeiteten Leoni und Julia intensiv an den insgesamt drei Tänzen, die das Schauspiel begleiteten.
Entspannung in Weimar
Wir nutzten die Osterferien für eine kleine Verschnaufpause bei unserem Ausflug nach Weimar ins Deutsche Nationaltheater. Bei einem Rundgang erfuhren wir viel über die Geschichte dieses Hauses und bekamen einen spannenden Blick hinter die Kulissen eines „professionellen“ Theaters. 1808 wurde das Stück hier zum ersten Mal auf die Bühne gebracht. Es war eine erholsame und abwechslungsreiche Reise mit vielen einzigartigen Eindrücken der Stadt. Viele kannten sich nur aus den Proben und dieser Ausflug gab die Möglichkeit, dass sich Gruppen mischten, man außerhalb des Stresses Verbindungen schließen konnte und einfach mal zusammen Zeit verbrachte.
Endlich im Theater
Zurück in Crimmitschau kamen wir voller neuer Energie an. Aus Monaten wurden Wochen und nun blieb nicht mehr viel Zeit. Die aufgeladene Energie konnten wir gut gebrauchen, denn wir verbrachten zwei Wochen lang jeden Nachmittag im Theater und probten dort zum ersten Mal auf der ‚echten‘ Bühne (auch wenn die Aula uns zuvor monatelang gute Dienste erwies), planten Kostüme, Lichter und Bewegungsabläufe.
Das langerwartete Wochenende
Alles mündete in zwei tollen Aufführungen am Freitag- und Samstagabend. Und so plötzlich war alles, worauf man ein Jahr lang hingearbeitet hat, schon wieder vorbei. Stand man am Mittwochabend noch nach erledigter Generalprobe vor enormen Aufregungen, so war am Samstagabend nach der Aufführung bei der traditionellen Aftershowparty schon wieder sämtlicher Stress vergessen. Das Ende des Theaterjahres bedeutet nicht nur das Ende unserer Proben, es bedeutet leider auch der Abschied der älteren Mitglieder. Sie boten die Grundlage für die neuen Mitglieder, nahmen uns mit ihrer Erfahrung das Lampenfieber und können nun völlig verdient auf vier erfolgreiche Jahre im Theaterprojekt zurückschauen. Vielen Dank an euch und alles Gute für eure Zukunft!
Interesse geweckt?
Um die Lücke durch diesen Abgang aufzufangen, sind wir jetzt mehr als je zuvor auf der Suche nach Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe 9, die Lust auf Schauspiel und/oder Tanz haben und sich im kommenden Jahr am Musiktheaterprojekt beteiligen wollen. Alle Interessierten laden wir herzlich zu unserer Pizza-Party am 22.05. nach der 7. Stunde im Hof des Haus Lindenstraße ein!
Ein großes Dankeschön!
Um so ein großes Projekt auf die Bühne zu bringen, braucht es einiges an Unterstützung. Wir danken von ganzem Herzen unserer Schulleiterin Frau Penzel, Frau Opalinski-Ahnert, dem Förderverein des JMG als Träger des Projekts sowie dem gesamten Team des Theaters, der Stadtverwaltung Crimmitschau und dem Oberbürgermeister Herr Raphael.
Kristina Knaub, Klassenstufe 11
Charlotta Oschem
















