“Can I have a pork, please?“
Vom 19. bis 25. April tauschten wir, die Klassen 8a, 8b und 8s, Crimmitschau gegen England ein und machten uns gemeinsam auf den Weg nach Oxford. Begleitet wurden wir von Herrn Körsten, Frau Knauer, Frau Köhler und Frau Litzinger-Ek. Für viele von uns war es die erste Reise nach Großbritannien – und definitiv eine Woche, die wir so schnell nicht vergessen werden. Endlich würden wir all das, was wir seit Jahren aus den Englischbüchern kennen, real werden!

Los ging es am Sonntagabend um 17 Uhr am Haus Lindenstraße. Die Vorfreude war besonders groß und man konnte schnell merken, dass keiner so schnell einschlafen würde – das hatten sich unsere Lehrer natürlich anders vorgestellt.
Mit unserem Reisebus fuhren wir zunächst Richtung Gießen, danach weiter bis nach Calais. Früh am Morgen ging es mit der Fähre nach Dover. Dort konnten wir unser erstes englisches Frühstück genießen-baked beans natürlich! In Oxford angekommen, begrüßte uns überraschend gutes Wetter. Da wir erst später in unser Hotel „Travelodge Abingdon Road“ konnten, erkundeten wir zunächst die Stadt. Zwischen alten Colleges und kleinen Gassen fühlten wir uns schnell wie mitten in einem Film. Nach der langen Busfahrt waren wir abends allerdings alle ziemlich geschafft.
Am nächsten Tag stand Oxford richtig auf dem Programm. Schon vor der Reise konnten wir verschiedene Bausteine wählen. Ein Teil unserer Gruppe besuchte das Natural History Museum mit riesigen Dinosaurierskeletten und spannenden Ausstellungen. Andere gingen in die berühmte Christ Church, die vielen direkt bekannt vorkam – schließlich wurden dort Szenen aus den Harry-Potter-Filmen gedreht. Besonders die große Halle sorgte bei vielen für echtes Hogwarts-Feeling. Nach dem Besuch in der Christ Church stand für einige von uns eins fest: Wir wollen in Oxford studieren!
Um einen noch besseren Überblick über die Stadt zu bekommen, erkundeten wir Oxford in kleineren Gruppen weiter. Wir besichtigten Sehenswürdigkeiten wie die Bodleian Library, die Radcliffe Camera und viele berühmte Colleges. Dabei merkten wir schnell: In Oxford sieht wirklich jede zweite Ecke aus wie eine Postkarte.
Ein absolutes Highlight war unser Tagesausflug nach London. Früh am Morgen ging es los und schon die Busfahrt durch die Millionenstadt war beeindruckend, auch wenn sie aufgrund des Staus schon weit vor London sehr lang war. Unsere Reiseleiterin erklärte uns viele spannende Fakten, während unser Busfahrer den riesigen Bus erstaunlich entspannt durch den Londoner Verkehr manövrierte.
Natürlich durfte ein kurzer Stopp am Buckingham Palace nicht fehlen und wir kamen genau rechtzeitig an, um die berühmte Wachablösung live zu erleben. Danach erkundeten wir London zu Fuß und sahen viele berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Tower Bridge, die Houses of Parliament, das London Eye und die Themse. Bei strahlend blauem Himmel wirkte die Stadt noch beeindruckender. Zwischendurch stärkten wir uns an den Docks und einige ließen sich sogar eine kleine Karussellfahrt an der Promenade nicht entgehen. Am Abend waren wir zwar völlig erledigt, aber gleichzeitig begeistert von diesem besonderen Tag.
Am nächsten Tag ging es nach Southampton. Dort hatten wir viel Freizeit – manche nutzten sie zum Shoppen in der riesigen Mall, andere spielten Fußball oder erkundeten die Stadt auf eigene Faust.
Bevor wir am Freitag dann die Heimreise antraten, verbrachten wir noch einen letzten Tag in Oxford. Einige von uns besuchten den Carfax Tower und genossen den Ausblick über die Stadt, andere schauten sich noch einmal die berühmte Bodleian Library an. Wusstet ihr, dass dort ein Buch bewahrt wird, das aus Käsescheiben besteht? Verrückt!
Am Nachmittag hieß es dann leider Abschied nehmen. Gegen 16 Uhr fuhren wir Richtung Dover, setzten mit der Fähre zurück nach Frankreich über und machten uns über Nacht auf den Heimweg nach Crimmitschau. Im Bus war es diesmal deutlich ruhiger als auf der Hinfahrt – die meisten schliefen ziemlich schnell ein.
Unsere Englandfahrt war eine Woche voller neuer Eindrücke, lustiger Momente und gemeinsamer Erlebnisse. Wir konnten unsere Englischkenntnisse endlich einmal „in echt“ ausprobieren, viele neue Orte entdecken und als Klassen noch enger zusammenwachsen. Natürlich lief sprachlich nicht immer alles perfekt – aber genau das machte die Reise oft besonders lustig. So wollte eine Schülerin an der Hotelrezeption eigentlich nach einer Gabel -fork- fragen. Stattdessen fragte sie ganz selbstbewusst nach pork. Die Mitarbeiterin war kurz irritiert, warum plötzlich jemand Schweinefleisch an der Rezeption bestellen wollte – wir hatten auf jeden Fall etwas zu lachen.
Und auch wenn am Ende vielleicht nicht jedes Wort richtig ausgesprochen wurde, haben wir alle gemerkt: Einfach sprechen lohnt sich!



