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Allgemeines

Abitur 2020

Abiturienten 2020 - ALLE

Vor der Kulisse des Stadiongebäudes war die Bühne aufgebaut. Nach dem Einzug hielt unsere Schulleiterin, Frau Penzel, die „Laudatio“ auf den Abiturjahrgang  – es war ihr erster offizieller öffentlicher Auftritt in ihrer neuen Funktion. Mit wenigen, wohlgewählten Worten fasste sie die zwölf Schuljahre des Abiturjahrganges zusammen und hob dessen Erfolge hervor – den mit 2,09 besten Abiturdurchschnitt seit der Neugründung des Gymnasiums nach der Wende, die 100 % Bestehensquote und zwei 1,0-Abschlüsse von Annika Schulze und Laura Martin. Auch sie kam in ihrer Rede um das Thema "Corona" nicht herum, sprach aber nicht von den Gefahren, sondern von den Chancen, die sie auch für die Abiturienten sah: „Vielleicht entwickeln ja gerade Sie einmal einen Impfstoff gegen gefährliche Viren?!“. Ihre Rede schloss sie passenderweise mit dem Erich-Kästner-Zitat „Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen!“.
Danach begann die feierliche Übergabe der Reifezeugnisse, Herr Jahn rief zuerst die Jahrgangsbesten auf die Bühne, danach alle anderen Abiturienten. In Anbetracht der besonderen Kulisse und der besonderen Leistungen des Jahrganges steigerte er sich dabei fast bis in die Ausdrucksformen des Stadionsprechers beim Verkünden eines Tores für die Heimmannschaft. Das Gefühl, bei einem Eishockeyspiel dabei zu sein, wurde auch unterstützt durch den Umstand, dass die Veranstaltung auf der neuen Videogroßleinwand im Stadion live übertragen wurde – besonders gut für die Zuschauer auf den Rängen.


Danach betrat Vanessa Lederer die Bühne, die bei uns 2018 ihr Abitur gemacht hat und federführend bei den Musiktheaterveranstaltungen beteiligt war, um sechs Schüler für ihr besonderes Engagement auf kulturellem Gebiet mit dem „Kompetenznachweis Kultur“ auszuzeichnen: Lena Bär, Annika Schulze, Luisa Tröltzsch, Alicia Pfeiffer, Liliana Buchhold und Hugo Geschwandtner.
Lena Bär blieb dann gleich auf der Bühne, um zusammen mit Constantin Skusa dem Publikum die Dankesworte der Abiturienten zu Gehör zu bringen. Mit einem Augenzwinkern blickten sie zurück auf ihre Schulzeit und die Arbeit ihrer Lehrer. Sie bedankten sich bei Eltern und Großeltern, bei den Lehrern und besonders bei Frau Penzel, beim Förderverein und beim Oberbürgermeister für die Unterstützung der Schule.
Im Anschluss trat der Vorsitzende des Schulfördervereins, Dr. Martin Seidel, ans Rednerpult. Auch er gratulierte den Abiturienten zu ihren Leistungen. Damit die Verbindungen der Ehemaligen zu ihrer Schule nicht abreißen, kündigte er das Schalten einer Seite auf der Schulhomepage an, auf der jeder seine Kontaktdaten hinterlassen und so jederzeit über die Ereignisse am JMG informiert werden könne. Und er nutzte die festliche Gelegenheit dazu, der neuen Schulleiterin zu ihrer Ernennung zu gratulieren.
Das letzten Wort kamen vom Crimmitschauer OB. André Raphael begann mit den anerkennenden Worten „Ihr Jahrgang ist getreu Ihrem Motto wahrlich ‚durch die Decke gegangen‘“. Auch er kam um Corona nicht herum. „Wir befinden uns in einem dramatischen Veränderungsprozess (…), besinnen wir uns auf unsere Stärken – wir haben die besten Voraussetzungen: Gesundheit, Arbeit, Freunde und Familie! (…) Wer hätte gedacht, dass sich unsere Schüler einmal nach der Schule sehnen würden!“ Aber Menschen hätten schon immer Krisen gemeistert, das zeige sich besonders in der Sächsischen Landesausstellung, die am Vortag in Zwickau eröffnet worden war und zu der Crimmitschaus Tuchfabrik Gebrüder Pfau einen wesentlichen Beitrag leiste. „Unsere Region Südwestsachsen ist Motor und Herz der sächsischen Wirtschaft und von 500 Jahren Industriekultur! Liebe Abiturienten: Die Zukunft gehört Ihnen!“
Der Ausmarsch der Abiturienten erfolgte zu den Klängen von „Bitter Sweet Symphonie“. Damit war die Veranstaltung zwar offiziell beendet, aber noch lange nicht zu Ende. Die außergewöhnliche Kulisse des Stadions wurde für viele Fotoshootings genutzt. Alle Absolventen trafen sich auf der Wiese vor dem Stadiongebäude zum abschließenden Gruppenbild. Das dann auch noch auf eine ganz besondere und außergewöhnliche Form aufgenommen wurde – nämlich erstmals von einer Drohne, eingesetzt von Reinhard Wolf, der schon die gesamte Veranstaltung mit dem Fotoapparat begleitet hatte. Zuletzt ließ man die Luftballons mit den Ziffern von 2020 steigen.
Was für ein krönender Abschluss!

L. Hanzig

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