Sterne sehen sogar am hellichten Tag! Das geht bei unserem Tag der Naturwissenschaften Gummibärchen, Knobellei, Roboter - MINT


Sie kamen aus der „Kehte“, „Kähte“ oder der „KKGS“ (Preisfrage: Welche Crimmitschauer Schule versteckt sich hinter den drei Bezeichnungen?), aber auch aus Glauchau, Meerane, Gößnitz, Fraureuth, Neumark oder Stenn – drei Dutzend eingetragene Viertklässler nutzten die Gelegenheit, sich am Tag der Naturwissenschaften über unsere vertiefte mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung zu informieren. Die sogenannten MINT-Fächer hatten sich wieder richtig „ins Zeug gelegt“, um den Gästen das Beste zu bieten. Und das Kommen hat sich für die Grundschüler auf jeden Fall gelohnt, nicht nur, weil man in Chemie die Experimentiermaterialien (zaubernde, wachsende, klebende und vor allem süße Gummibärchen) auch essen, sondern weil alle Teilnehmer spielerisch-praktisch Wissen erwerben konnten.

Tag der Naturwissenschaften 2022- Chemie LEGO-Robotik - TdNW 2022

Wie funktioniert eine Klingel? Oder eine Magnetschwebebahn? Im Physikzimmer setzten die kleinen Forscher die unglaublichsten Dinge mit Strom in Bewegung. Strom stand auch im Mittelpunkt der dicht umlagerten Informatik-Angebote, denn unsere Robotik-GTA´s gewährten Einblicke in die Vorbereitungen für ihre Teilnahme an der aktuellen First LEGO League Challenge. Die steht unter dem Motto „Super powered“ und umfasst Aufgaben, bei denen elektrische Energie eingesetzt und vor allem eingespart werden soll. Ob beim Antrieb einer Windkraftanlage, beim Transport von Treibstoff oder beim Fernsehen – für alle Anwendungen hatten die Schüler kleine Computer gebaut und programmiert, mit denen sie dann beim Regionalwettbewerb ihren im Vorjahr errungenen Titel verteidigen wollen. Andere Schüler hatten den Minicomputer Calliope so programmiert, dass er für die Nutzung als Bodenfeuchtemesser oder als automatischer Händetrockner eingesetzt werden kann. Und das konnte man gleich selber an von den Schülern gebauten Funktionsmodellen ausprobieren.

Sternwarte - Kuppel geöffnet Blick von der Sternwarte
In der Bionik, bei der erforscht wird, wie man Erscheinungen der Natur in Wissenschaft und Technik einsetzen kann, erfuhren die Neugierigen, wie man mit Hilfe der Schale der Pomelo zum Fahrradschutzhelm gelangt ist oder wie auf der Grundlage der Bewegung eines Tintenfisches Raketentriebwerke entwickelt worden sind.
Großen Zuspruch hatte wie immer unsere kreative Tüftler-Werkstatt „Makerspace“, in der bei kleinen Bastlern nicht nur der Lötkolben, sondern oft auch der Kopf „rauchte“. 20 Elektronik-Bausätze Pollino oder Pollina warteten teilweise vorbestückt auf die Endmontage durch unsere interessierten Gäste aus den Grundschulen, die sie dann als Erinnerungsgeschenk inkl. 9V-Block mit nach Hause nehmen konnten. Die Maker des GTA-Angebotes halfen persönlich beim Löten und Prüfen der LED-Blink-Schaltungen. Es waren alle gute geduldige „Jung-Lehrer“ an diesem Vormittag. Auch die 3D-Drucker waren in Aktion und druckten Schlüsselanhänger. Auch der Lasercutter wurde für die Herstellung kleiner Erinnerungsgeschenke mit unserer Schulmotte auf dem Schlüsselanhänger genutzt.

Elektroniklöten mit Schülerunterstützung Kugelbahn-3D-Puzzle ein Blickfang
Zu den Stationen, die absolviert werden konnten, gehörte auch die benachbarte Sternwarte, an der unsere s-Klassen-Schüler jährliche Projekttage haben. Sterne konnte man im Fernrohr zwar nur einen sehen – den auf der Turmspitze der St.-Laurentius-Kirche, aber die Sonne beobachten. Allerdings nur indirekt bei gleißend sonnig-angenehmen „goldenen Oktoberwetter“, und das Mitte November!

Mathe-Knobel-Sieger 2022 Physik-Sieger 2022
Natürlich gab es auch wieder unsere beiden traditionellen Knobelwettbewerbe. Beim Kopfrechenwettbewerb traten insgesamt 19 Teilnehmer an, den ersten Platz belegte Emanuel Bastisch aus Glauchau, den 2. Hendrik Pester aus Frankenhausen und den 3. Emil Metzner aus Meerane. Beim physikalischen Dreikampf, bestehend aus dem Schätzen einer Länge von 10 Zentimetern, einer Dauer von 10 Sekunden und einem Gewicht von 100 Gramm (Erbsen), hatte Luke Schmieder das mit Abstand beste Gefühl (nur 15,7 % Abweichung – alle Achtung!) vor Hermine Schleese (beide KKGS) und Fine Hagenow aus Glauchau. Anmerkung: Beim Schätzen der 100 Gramm verzweifelte sogar mancher Lehrer!
Parallel zu den Aktivitäten im Schulhaus informierte unsere Schulleiterin Frau Penzel die Eltern in der Aula über die Paragraf-4-Ausbildung. Insgesamt – so schätzten alle Beteiligten ein – eine gelungene Veranstaltung mit enormen Werbeeffekt für unsere Schule.
Lutz Hanzig

 

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